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Frettchen

Das Frettchen - ein Schmusetier?

Das Frettchen gilt als beliebtes Haustier zum Kuscheln und Liebhaben. Was aber die wenigstens wissen, es stammt von der Iltis-Gattung ab. Man geht heute davon aus, dass der Europäische Wildiltis oder der Waldiltis die Vorfahren des domestizierten Frettchens waren. Eine genaue Herkunft der Frettchen ist bis heute nicht bekannt. Man hört zwar Aussagen, nach denen das Frettchen ursprünglich nur in Nordafrika angetroffen wurde, von wo aus es nach Spanien und Italien gekommen ist und sich über ganz Europa verbreitet haben soll, doch ganz klar ist dies nicht.

 

Futter für das Frettchen - die richtige Ernährung

Wer sich ein Frettchen als Haustier hält, sollte auch über dessen richtiges Futter gut informiert sein. Generell zählen die Frettchen zu Fleischfressern. Da Frettchen einen sehr individuellen Verdauungstrakt aufweisen - der Dickdarm nimmt nur etwa fünf Prozent der Gesamtlänge des Magen-Darm-Traktes ein - durchläuft die Nahrung den Verdauungsapparat sehr schnell. Innerhalb von nur drei bis vier Stunden wird die aufgenommene Nahrung verdaut. Dadurch bleibt nur wenig Zeit, um die in der Nahrung enthaltenen, aufgespaltenen Nährstoffe aufzunehmen. Zudem fehlt dem Frettchen der Blinddarm komplett, so dass sie zellulosehaltige Nahrung nicht verdauen können.

Daher sieht das ideale Futter für Frettchen so aus, dass es zu 80 Prozent aus tierischen und zu 20 Prozent aus pflanzlichen Proteinen besteht. Die pflanzlichen Proteine werden über den Mageninhalt der Futtertiere oder durch die Inhaltsstoffe im Trockenfutter abgedeckt. Eine Zufütterung ist hier nicht nötig. Ähnlich, wie beim Hund, besteht auch beim Frettchen die Gefahr, dass es sich am Aujeszkyschen Virus anstecken kann. Daher sollte niemals rohes Schweinefleisch gefüttert werden.

 

Haltung von Frettchen

Ursprünglich wurden Frettchen als Jagdtiere gehalten. Heute findet diese Verwendung allerdings kaum noch statt. Frettchen gelten als beliebte Haustiere. Sie müssen ausreichend Platz erhalten, so dass eine Käfighaltung nicht in Frage kommt. Eine ausgewogene Ernährung und viel Zeit, um sich mit dem Frettchen zu beschäftigen, sind ebenfalls nötig. Außerdem müssen Frettchen kastriert werden, sollen sie nicht zur Zucht eingesetzt werden. Andernfalls droht die Dauerranz, die nicht nur den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringt, sondern dadurch auch zum frühzeitigen Tod der Tiere führen kann. Männliche Frettchen können zudem sehr aggressiv werden und markieren.

 

 
 

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